Israel oder
Kirche? Wer sind eigentlich die messianischen Juden?
Wir wissen, dass der
Glaube an den Messias (Christus) in Eretz
Israel geboren wurde. Die ersten
Nachfolger Jeschuas (Jesus) waren Juden.
In Israel wurden
sie „anschei derech“ genannt,
- Menschen des Weges. Wie kommt es zu dieser
Bezeichnung? Sie folgten einem, der von sich
sagte: „Ich bin der Weg, die Wahrheit
und das Leben“, Joh. 14,6, daher wurden
sie zu Menschen des Weges. Dies ist der wichtigste
Weg in der Geschichte der Menschheit - der
Weg zum himmlischen Vater! Der Einfluss der
ersten messianischen Juden verbreitete sich
in die ganze Welt. Viele Heiden wandten sich
an Gott durch den Messias Jeschua und so
wurde die Kirche geboren.
Die Einheit der messianischen Juden und der
Kirche im ersten Jahrhundert durchbrach die
Dunkelheit und brachte Licht in die Geschichte
der Menschheit.
Später traf Israel ein schreckliches Los – die
Zerstörung des zweiten Tempels. Die messianischen
Juden erlebten das gleiche Schicksal wie das
Volk Israel – Zerstreuung und Vernichtung.
Die
Kirche aber ging den Weg der Welt – sie
begann Israel und die messianische Bewegung
zu verachten. Damit verursachte sie viele Probleme
für den Leib Christi.
Irrlehren entstanden und christliche Traditionen
wurden vermischt mit Götzendienst.
Aber Gott sei Dank, nach 2000 Jahren stellte
Gott – entsprechend seinem Wort – Israel
wieder her. Auch die messianische Bewegung
wurde von ihm wieder hergestellt. So gibt es
heute wieder Juden, die im Messias Jeschua
neues Leben gefunden haben.
Diese Wiederherstellung ist nicht so einfach
für uns. Wir müssen unseren Weg im
Leib Jesu noch ertasten.
Wer sind wir?
Diese Frage beschäftigt viele von uns.
Aber die Antwort ist einfach. Wir gehören
hundertprozentig zu Israel, da wir jüdischer
Nationalität sind. Gleichzeitig gehören
wir der weltumfassenden Gemeinde (Ecclesia)
an, dem Leib des Jeschua haMaschiach (Jesus
Christus), weil wir wiedergeboren sind.
Was bringt es uns?
Ehrlich gesagt, nicht nur Segnungen, sondern
auch Probleme. Wir begegnen Unverständnis
von Seiten der Kirche wie von Israel. Der
einen wie der anderen Gruppe fällt es
schwer, zu verstehen, was der Herr unter
den messianischen Gläubigen heute tut.
Was bringt
es den andern? Was bringt unsere Zugehörigkeit zu Israel und der Gemeinde
allen anderen? Gibt es einen Sinn dahinter?
Diese Zusammengehörigkeit bewirkt ein
Wunder, weil es Israel und die Gemeinde zu
jenem Bund verbindet, den es im ersten Jahrhundert
gab und der bestehen muss, um den Weg zum zweiten
Kommen des Messias vorzubereiten.
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